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May 5th, 2011 Comments: 2

Beyond our fences… von Gräben und Zäunen

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Plurk
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Vor wenigen Tagen war es wieder soweit: ich habe der Welt mitgeteilt, was die Welt eigentlich gar nicht wissen wollte – ich bin im Urlaub. Weit weg. In der Sonne.

Nein! Ich habe keine Werbeminuten im Fernsehen gebucht und keinen Zeppelin aufsteigen lassen. Ich habe mich einfach eingechecked. Am Ocean Drive, Miami Beach. Toll!

Und da waren sie wieder, die Fragen die Generation-Online bewegen:

  • Ist das schlau?
  • Muss das sein?
  • Interessiert das irgendjemand?
  • Was hab ich davon?

Zumindest die ersten Fragen scheinen eher philosophischer Natur und  ohne echten Anspruch auf zweifelsfreie Antwort. Gräben tun sich auf zwischen den Verfechtern der omnilokalen online-user und jener, die ihre behauptetermaßen reale Offline Welt verteidigen müssen. Erstaunlicherweise sind sich aber diejenigen nicht einig, die ansonsten wenige Probleme damit haben, immer online zu sein.

Diverse Argumente werden hervorgezaubert: Von angeblich steigenden Einbruchszahlen bis hin zur Angst vor totaler Überwachung – durch unsere Freunde ebenso wie den Anbieter der Checkin-Plattform.

Aber ist dies so? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir mit den Zäunen in unseren Köpfen umzugehen lernen müssen, die uns in einem Zeitalter gefangen halten, in dem ich meinen Urlaubsstandort nur ausgewählten Mitgliedern meines Netzwerks aufwändig analog mitteilen konnte – vermittels einer Postkarte?

Allein: Was bringt es mir? Der Neid der Welt hält sich in Grenzen: Mehr als ein paar nüchterne “gefällt mir..” kann ich in einer von Reizen überfluteten Welt wohl nicht erwarten. Vielen Dank, dass überhaupt irgendjemand wahrgenommen hat, dass ich nicht da bin!

Wäre es nicht toll, wenn meine unerwartete Anwesenheit an einem mir fremden Ort auch von denen wahrgenommen würde, die mir genau dort ihre Aufmerksamkeit zukommen lassen könnten? Menschen die meine Interessen teilen, Dienstleister die meine Wünsche kennen,.. Dummerweise weiß keiner von denen irgendetwas von meiner Anwesenheit.. Die Zäune rund um meine Anwesenheit sind unüberwindlich. Kaum ein Dienst hat Zugriff auf meinen Schrei in der Einsamkeit – sei es aus technischen Gründen, oder weil ich aus Gründen des persönlichen Schutzes nur im Verschwiegenen schreie (siehe oben).

Wir sind hier angetreten, zumindest die letzten beiden Aspekte hier in Zukunft näher zu beleuchten

  • Wie überwinden wir die Grenzen zwischen Anwendungen und Diensten zu einem übergeordneten “Superdienst”, der aus einer weitestgehend sinnfreien persönlichen Lokalisierungsinformation einen echten Mehrwert generiert?
  • Wie schaffen wir es dabei, die Angst vor der totalen Überwachung zu überwinden? Sind “Fences” ein sinnvolles Konzept? Oder ist es gar so, dass wir uns auf eine Zukunft ohne Privatheit einstellen müssen, weil die Zukunft eben genau so ist?

In diesem Sinne.. die Sonne ruft :)

Comments

( 2 )
  1. Gero May 8th, 2011 19:23

    Der Facebook Like Button wuerde sich gut auf der Seite machen, oder ist er mir entgangen?

    • Peisser May 10th, 2011 22:10

      Er war dir nicht entgangen. Jetzt haben wir ihn schnell dorthin gezaubert. Wir freuen uns, wenn du den Artikel noch nachträglich “likest”!

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